moveGLOBAL e.V.

Pressemitteilung: „Lokale Ansätze gegen Rassismus und Kolonialismus im Kontext des Global Compact on Migration and Development“

Jille Belisario  und  Lucía Muriel

Ende März präsentierte sich die Philippinisch-holländische Aktivistin und Co -MCs for Peoples Global Action (PGA) Jille Belisario von der Transnational Migrant Platform in unserem Büro und suchte die „berliner Promotorin für Migration and Development“. Sie habe in Amsterdam von ihr gehört, im Rahmen des weltweiten Netzwerkes in der Global Comission, die seit mehreren Jahren den Abschluss des Globalen Abkommens zu Migration, Entwicklung und Menschenrechte (Global Compact on Migration and Development) anstrebt.

Vom 28. Juni bis 1. Juli 2017 findet das Global Forum on Migration and Development (GFMD) unter dem Vorsitz Deutschlands und Marokkos in Berlin statt. 2006 vom damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan ins Leben gerufen, ist das GFMD ein informelles und unverbindliches Forum, bei dem sich Vertreter_innen von Regierungen und Zivilgesellschaft regelmäßig über Migration und Entwicklung austauschen.
Lucía Muriel ist seit März Mitglied der Begleitgruppe zur Vorbereitung der Konferenz: „Das Global Forum on Migration and Development 2017 – zentrale Herausforderungen und Erwartungen“ am 7. Juni 2017 in Berlin.

Im Rahmen dieser Konferenz soll der Frage nachgegangen werden, welchen Beitrag das GFMD 2017 im Hinblick auf die aktuellen Prozesse und Herausforderungen leisten und welche Rolle die Zivilgesellschaft hierbei spielen kann. Die zivilgesellschaftlichen Gruppen und Organisationen haben bisher nur schwer Zugang zu den Debatten, Netzwerken und Ergebnissen. Andererseits taugen Vereinbarungen (Global Compact) nicht viel wenn sie nicht die Zivilgesellschaft und grass-root in den Beschlüssen abbilden können.

So beschlossen die Promotorin Lucía Muriel und Jille Belisario als eine Antwort auf diese Frage die Umsetzung eines zweitägigen Workshops, zu dem speziell Vertreter/innen der migrantischen Zivilgesellschaft, von Aktivist/innen of Color und geflüchtete Aktivist/innen eingeladen wurden.
Am 20. und 21. 05. 2017 trafen sich dann 20 bzw. 25 Vertreter/innen aus migrantischen Organisationen, berliner Aktivist/innen of Color gegen Rassismus, Kolonialismus und für Menschenrechte und Partizipation, geflüchtete Frauen aus Afghanistan, Geflüchteten-Selbstorganisationen aus Brandenburg, Felix Braunsdorf von der Friedrich-Ebert-Stiftung- International und Nils Utermoehl von Brot für die Welt.
Berliner Akteure wie Biplab Basu von der Kampagne für die Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) u.a. mit größtem zivilgesellschaftlichen Gewicht, die sich für ein rassismuskritisches, menschenrechtsbasiertes und dekoloniales Berlin einsetzen, präsentierten ihre Initiativen, Lösungsansätze und Strategien. Am zweiten Workshop – Tag wurden Empfehlungen für die Umsetzung einer humanen, sicheren und straffreien Migration diskutiert. Diese Empfehlungen wird Jille Belisario über das transnationale Netzwerk einspeisen in die Globale Arbeitsgruppe „Global Campaign against hate-speech, racism and discrimination“.
Somit gelang es der Promotorin erstmalig eine Präsenz und Mitwirkung von migrantischen Organisationen und Akteuren innnerhalb eines regionalen bzw. weltweiten Forum zu Migration und Entwicklung. Alle wurden ausführlich über die Landschaft der internationalen Organismen, deren Zusammenwirken zwischen Nicht- und Regierungsorganisationen und den Möglichkeiten einer Mitwirkung informiert.

Durch die Kooperation der Promotorin wurde moveGLOBAL als Kooperationsveranstalter der PGA einbezogen

http://peoplesglobalaction.org/…/international-committee-b…/

http://peoplesglobalaction.org/…/Draft_BerlinProgramPGA2017…

 

 

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